ConSol auf der IHK-Vollversammlung: Arbeit 4.0 braucht moderne Arbeitsgesetze

Zentrales Thema bei der Vollversammlung der IHK München und Oberbayern im April 2018 war die Einschätzung der Pläne der Großen Koalition.

Widersprüchliche Signale sendet, so IHK-Präsident Eberhard Sasse, der Koalitionsvertrag der Großen Koalition. Positiv seien die geplanten Investitionen in bessere Bildung und Digitalisierung. Als größten Schwachpunkt bezeichnet Sasse den Verzicht auf Steuerentlastungen für Unternehmen wie Arbeitnehmer. Unternehmerische Kräfte müssten beflügelt, nicht ausgebremst werden. "Deswegen sind mittelstandsfeindliche Regelungen wie zur befristeten Teilzeit der falsche Weg."

Problematisch findet Andrea Stellwag, Geschäftsführerin des mittelständischen IT-Dienstleisters ConSol Software GmbH und Mitglied der Vollversammlung, dass nur tarifgebundene Unternehmen von Öffnungsmöglichkeiten im Arbeitsrecht profitierten. Damit stünde diese Möglichkeit dem Großteil der IT-Branche nicht offen, obwohl gerade hier Flexibilität bezüglich Arbeitszeit und Arbeitsort gefragt sind. Positiv nannte Stellwag das Vorhaben, digitale Arbeit 4.0 und mobiles Arbeiten zu erleichtern. Jedoch gebe es insgesamt zu wenig Änderungspotenzial. "Arbeit 4.0 kann nicht mit Arbeitsgesetzen aus dem letzten Jahrtausend gemeistert werden," betonte Andrea Stellwag.

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