Monitors2017: 12. Workshop der deutschsprachigen Open Source Monitoring Community in Düsseldorf

Vom 12. bis 13. September 2017 findet bei ConSol Düsseldorf der 12. Workshop der deutschsprachigen Open Source Monitoring Community statt: Unter dem Motto "Monitors2017" sind die Teilnehmer eingeladen, zwei Tage lang Referate und Vorträge rund um das Thema Monitoring zu hören und an Workshops teilzunehmen.

Obwohl der Workshop ursprünglich als Nagios-Event initiiert wurde, wird dieses Jahr über den Tellerrand geschaut: Es wird über Newcomer wie Prometheus informiert bzw. Möglichkeiten ausgelotet, wie sich die beiden Welten optimal kombinieren lassen.

Die Sessions von praxiserfahrenen Monitoring-Beratern präsentieren also neben klassischen Monitoring-Tools wie Nagios und Icinga ein Open Source Projekt von Soundcloud - Prometheus in Cloud-Native-Umgebungen - und die Container-Technologien wie Kubernetes, und zeigen, wie sich mit coshsh und vorgefertigten Mib-Dateien vollautomatisch passive Trap-Services für Netzwerkgeräte generieren lassen.

Agenda & Abstracts: Monitors 2017

Wo sich Container-basierte Microservices verbreiten, stoßen klassische Monitoring-Tools wie Nagios und Icinga an ihre Grenzen. Sie sind einfach nicht dafür ausgelegt, kurzlebige Objekte wie Container zu überwachen. In Cloud-Native-Umgebungen mausert sich daher Prometheus mit seinem auf Zeitreihen-Daten beruhenden Ansatz zu einem unverzichtbaren Werkzeug.  

Mit Hilfe eines in Go geschriebenen NEB-Moduls ist es möglich, sämtliche Checkergebnisse und Metriken, die ein Naemon oder Nagios4 sammelt, im Prometheus-Format zu exportieren. Auf diese Weise kann man die vorhandene Monitoringlandschaft ohne Aufwand in eine Zeitreihen-basierte Überwachung integrieren.  

Kubernetes ist eine Plattform, mit der Docker-Container aufgesetzt, skaliert und über Rechnergrenzen hinweg verteilt werden. Viele Microservice-basierte Anwendungen werden auf diese Weise betrieben. Zur Überwachung einer solchen dynamischen Umgebung bietet sich wiederum Prometheus an. Dennoch gibt es in einem Kubernetes-Cluster noch jede Menge klassischer IT-Komponenten, welche sich leicht mit Nagios monitoren lassen. Beide Tools zusammen findet man in der Open Monitoring Distribution, die somit der ideale Partner für Kubernetes ist.

Mit dem Open-Source-Tool Sakuli können beliebige Benutzeroberflächen (Web und Rich-Clients) automatisiert getestet werden. Die integrierten Forwarder-Module reichen die Ergebnisse solcher Roboter-Tests an Monitoring-Systeme wie Nagios/Naemon, Icinga1/2 und seit Kurzem auch an check_mk weiter. In diesem Vortrag geht es wörtlich “vom Ende bis zum Ende”: Der Referent zeigt, wie Sakuli auf einem blanken Windows installiert wird, erstellt einen realen Testcase, bindet OMD zum Empfang der Ergbnisse an und zeigt zu guter Letzt, welche Grafana-Graphen sich aus den Performancedaten holen lassen.

In neueren OMD-Versionen ist es möglich, SNMP-Traps an mehrere Sites (Test, Prod, etc.) weiterzuleiten. Dort landen sie in einem Logfile. Es wird gezeigt, wie man dieses überwacht, um bestimmte Traps weiter zu melden. Weiterhin wird vorgestellt, wie man mit coshsh und vorgefertigten Mib-Dateien vollautomatisch passive Trap-Services für Netzwerkgeräte generiert.  

Der obligatorische Thruk-Vortrag mit Neuigkeiten aus einem Jahr Entwicklung. Neben den visuellen Erweiterungen in Form eines neuen Standard Themes hat sich auch unter der Haube viel getan. Eine einfachere Plugin-Verwaltung mit Online Repository, das Broadcast System, LMD und vieles mehr. Der Vortrag stellt den aktuellen Stand der Entwicklung vor.

  • 16:15 Uhr: Ende der Veranstaltung

Zur Abfrage von Geräteinformationen im Netzwerk wird traditionell das Simple Network Management Protocol eingesetzt. Bei den Storage-Herstellern ist immer häufiger zu beobachten, dass nur per RESTful HTTP API alle für das Monitoring relevanten Informationen zur Verfügung gestellt werden. In diesem Vortrag werden die Abfragen eines Huawei OceanStore per API beleuchtet. Hierbei vergleichen sich die Programmiersprachen Python und Perl. Möge der Bessere gewinnen!

Eine Handvoll Sakuli-Testclients sind schnell manuell aufgesetzt, einzelne Tests noch manuell verwaltbar. Ab einer bestimmten Installationsgröße jedoch kommt man um Automatisierung nicht mehr herum, damit das E2E-Monitoring weiter skalieren kann. Es werden verschiedene Lösungsansätze bzw. -konzepte gezeigt.

Beim Monitoring großer bzw. global verteilter IT-Infrastrukturen sind viele Aspekte zu berücksichtigen: Automatisierung der Konfiguration, Ausfallsicherheit, Visualisierung der Performancedaten und Leitungsengpässe zu entlegenen Standorten, um nur einige zu nennen. In diesem Vortrag zeigt der Referent auf, wie man solche Herausforderungen mit OMD-Labs und den darin enthaltenen Tools meistert, “wenn es ein oder zwei Schuhnummern größer sein darf”.

Ein kurzer Überblick der IT einer Uniklinik (uk-koeln.de) und der Versuch diese sinnvoll zu überwachen.

  • 14:15 - 15:00 Uhr: "Wie SuSE seine Infrastruktur monitort", Lars Vogdt, SuSE Linux GmbH
  • 15:15 - 16:00 Uhr: Networking
  • 16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Ergänzend zum Vortragsprogramm gibt es am Vorabend und ersten Tag eine Abendveranstaltung und reichlich Zeit für Austausch und Networking.

Eckdaten & Registrierung zum Workshop Monitors2017

  • Termin: 12./13.09.2017
  • Veranstaltungsort: ConSol Consulting & Solutions Software GmbH, Kanzlerstraße 8, D-40472 Düsseldorf
  • Kosten: Der Workshop selber ist kostenfrei, für Verpflegung wird jedoch ein Unkostenbeitrag erhoben.

Treffen Sie in Düsseldorf Gerhard Laußer und sein Monitoring-Team von ConSol. Melden Sie sich jetzt für den Monitoring Workshop an und lernen Sie direkt von Experten!

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