Digitalisierung ist mehr als Veränderung der IT

Disruption: Technologie, Produktinnovation & Unternehmenskultur müssen Hand in Hand gehen

Jedes innovative, webbasierte Geschäftsmodell fußt im Wesentlichen darauf, Daten zu sammeln, zu analysieren und sie in der Folge gewinnbringend zu verarbeiten. Big Data ist ein Schlagwort, das in diesem Umfeld häufig fällt.

Es beschreibt die Tatsache, dass die zur Verfügung stehenden Datenberge manuell schon lange nicht mehr händelbar sind. Neue Tools und Technologien erobern den Markt, die dabei unterstützen sollen, die Datenmengen zu kontrollieren.

Digitale Kundenansprache heißt personalisierte Kundenansprache. Wozu aber die Daten? Im B2C-Bereich verlangt die Digitalisierung von Unternehmen, dass sie Kundenbedürfnisse möglichst früh erkennen und entsprechende Produkte oder Dienstleistungen anbieten.

Darüber hinaus erwarten die Kunden von heute ein höheres Maß an Personalisierung. Das gute alte Gießkannenprinzip reicht nicht mehr aus, um Kunden zufriedenzustellen. Für spezifisch auf den User zugeschnittene Angebote sind verarbeitete Nutzerdaten der wichtigste Informant.

ZMOT: Zero moment of truth für B2C & B2B

Doch auch klassische B2B-Unternehmen können sich von den innovativen Methoden im Business-to-Consumer-Umfeld einiges abschneiden. Denn das Nutzerverhalten von Geschäftskunden unterscheidet sich nicht allzu sehr von dem des Direktabnehmers. Geschäftskunden nutzen Online-Kanäle und Plattformen zur Informationsbeschaffung. Auch bei B2Bs findet die erste Entscheidung in der Recherche- bzw. Sondierungsphase statt, lange bevor es zu einem ersten persönlichen Kontakt kommt. Google taufte dieses Verhalten Zero moment of truth (ZMOT).

Cloud als technologisches Zugpferd

Gleichzeitig verändern sich durch digitale Geschäftsmodelle die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Technologie. Cloud Services stellen in diesem Umfeld sicherlich den kräftigsten Treiber der digitalen Transformation dar. Analoge Unternehmensprozesse werden hinterfragt und durch IT-gestützte Prozesse ersetzt. Die Digitalisierung fordert die IT heraus – und bei der Einführung digitaler Geschäftsprozesse sowie Datenverarbeitungsmechanismen kommen Unternehmen an modernen Cloud-Lösungen nicht vorbei.

Cloud-Anbieter versprechen hochverfügbare Rechenleistung, Flexibilität durch Skalierbarkeit und leistungsstarke Tools als unverzichtbare Services, um den digitalen Wandel Schritt für Schritt in Unternehmensstrukturen einfließen zu lassen. Ob Public, Private, Hybrid oder Multi Cloud: Unternehmen müssen nach der genauen Evaluierung ihres Ist-Zustandes und ihrer zukünftigen Bedürfnisse entscheiden, welches Modell und welche Cloud-Strategie für sie passt.

Kulturwandel auf Mitarbeiter- und Managementebene

Neben den technologischen und kunden- bzw. produktorientierten To Dos sind die Kultur und die innere Haltung eines Unternehmens entscheidend für ein gelungenes Digitalisierungsvorhaben. Das Management ist gefragt, Fortschrittsfreundlichkeit vorzuleben, ohne die Belegschaft zu frustrieren. Dazu gehören Digital Workspaces genauso wie die Schulung von Mitarbeitern an und mit neuen Technologien. Denn Mensch und Maschine werden künftig weiter zusammenwachsen. Als Teil des Change Managements ist auch die interne Kommunikation von Veränderungen sehr wichtig, um die Mitarbeiter kontinuierlich mitzunehmen.

Agilität und DevOps für alle

Die steigenden Ansprüche an Effizienz und Schnelligkeit in der Umsetzung rufen auf technischer Ebene auch agile Vorgehensweisen Methoden wie DevOps auf den Plan. Diese Ansätze betreffen schon lange nicht mehr nur reine IT-Unternehmen. Da hinter physischen Produkten immer mehr digitale Netzwerke stehen (vernetzte Maschinen, intelligente Autos etc.), sind diese Arbeitsansätze auch schon bei Herstellern und im produzierenden Gewerbe angekommen.

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