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Referenz Schwarz Digits

Zwei Milliarden Checks täglich: Wie ConSol die IT-Stabilität der Schwarz Digits sichert

Wenn Monitoring zum Rückgrat eines weltweit agierenden Handelsunternehmens wird

Die Zahlen der Schwarz Digits sind beeindruckend: Lidl und Kaufland betreiben zusammen mehr als 13.900 Filialen in über 30 Ländern, versorgt über ein dichtes Netz von Logistikzentren und unterstützt von der Schwarz Digits, dem Umweltdienstleister PreZero und dem Getränkeabfüller MEG. Hinter all dem steht die Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, die diese gewaltige Infrastruktur am Laufen hält.

In einem Handelsunternehmen dieser Größenordnung ist jede Störung ein Ereignis mit Konsequenzen. Fällt ein System in einem Logistikzentrum aus, stockt der Nachschub für Dutzende Filialen. Reagiert eine Unternehmenswebseite zu langsam oder gar nicht, verliert die Marke Vertrauen. Skaliert eine Applikation nicht mit dem Wachstum des Unternehmens, wird sie zur Wachstumsbremse. Die Schwarz Digits braucht deshalb nicht einfach ein Monitoring. Sie braucht ein Frühwarnsystem, das mit ihr wächst, das transparent macht, was wo passiert, und das ohne permanenten manuellen Eingriff funktioniert.

Ein gemeinsames Projekt seit 2011, das bis heute wächst

Im Jahr 2011 setzen sich die IT-Experten von Schwarz Digits und ConSol zusammen, um ein neues Monitoring-Konzept zu entwickeln. Das Ziel ist ehrgeizig: eine Lösung, die vollständig automatisiert läuft, die für jeden in der Organisation den richtigen Ausschnitt zeigt, vom globalen Überblick der Schwarz Digits bis zur Einzelsicht des lokalen Administrators eines Lagerstandorts, und die mit dem Wachstum des Handelsunternehmens Schritt halten kann, ohne jemals von Grund auf neu gebaut werden zu müssen. 
Was 2012 mit den Lagergesellschaften von Lidl beginnt, entwickelt sich in den folgenden Jahren zu einer der größten Monitoring-Installationen im europäischen Handel. 2016 kommt Kaufland hinzu. Ab 2018 werden tausende Filialen ins Monitoring aufgenommen. Heute überwacht die Lösung die gesamte Schwarz Digits in mehr als 30 Ländern.

Die Architektur aus dem Jahr 2011 trägt das alles, ohne grundlegend verändert werden zu müssen. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Weitsicht in der Planung und von über einem Jahrzehnt konsequenter Weiterentwicklung durch ConSol

OMD: die Plattform,
die ConSol verantwortet

Das technische Fundament ist OMD, die Open Monitoring Distribution, ein Open-Source-Projekt, das ConSol zu 100 Prozent verantwortet und pflegt. OMD ist mehr als ein Werkzeugkasten: Es ist eine betriebsfertige, aufeinander abgestimmte Monitoring-Plattform, in die ConSol über Jahre eigene Komponenten eingebaut hat, die exakt die Anforderungen der Schwarz Digits erfüllen.

Wer sich fragt, wie man 13.900 Filialen in 30 Ländern überwacht, ohne ein Heer von Administratoren zu beschäftigen, findet die Antwort in coshsh. Dieser von ConSol entwickelte Konfigurationsgenerator liest die IT-Landschaft aus einem Selbstbedienungsportal der Schwarz Digits, in das lokale Administratoren ihre Systeme eintragen, von Netzwerkgeräten über Datenbankserver bis hin zu komplexen Industrie- und Gebäudeanlagen, und erzeugt daraus vollautomatisch alle Monitoring-Konfigurationen für alle Standorte weltweit. Kein manueller Eingriff, keine Fehlerquelle Mensch. Konfigurationen entstehen zentral und werden hierarchisch verteilt: von der globalen Schwarz Digits in die Länder und von den Ländern in die einzelnen Standorte.
 

Die Visualisierung dieser Hierarchie übernimmt Thruk, ebenfalls eine ConSol-Eigenentwicklung. Thruk fasst mehrere OMD-Instanzen zu einer einheitlichen Oberfläche zusammen und bildet die Organisationsstruktur der Schwarz Digits direkt ab: Die globale Schwarz Digits sieht alles, die Länder-IT sieht ihre Region, der Administrator eines Logistikzentrums sieht seinen Standort und nicht mehr als das. Für die hochperformante, parallele Ausführung von Checks bei dieser Größenordnung sorgt Mod-Gearman, ConSols verteilte Check-Ausführungs-Engine.

Was überwacht wird: Von der Steckdose bis zum Geschäftsprozes

Das Spektrum dessen, was die Monitoring-Lösung im Blick behält, reicht weit über klassische IT-Infrastruktur hinaus. Genau das macht den Unterschied. 

Im Rechenzentrum sind es Server, Storage-Systeme, Datenbanken und Kubernetes-Cluster. Im Netzwerk Firewalls, Router und Switches. In den Gebäuden Telefonanlagen, Klimaanlagen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen, kurz alles, was dafür sorgt, dass ein Rechenzentrum oder ein Logistikzentrum überhaupt betriebsbereit bleibt. In den Filialen kommen die spezifischen Systeme des Einzelhandels hinzu, allen voran die Kassensysteme, die trotz schlichter Oberfläche hochkomplexe IT-Systeme mit eigenen Diensten, Datenbanken und Netzwerkanbindungen sind.
 

Doch die eigentliche Stärke liegt eine Ebene höher: in der Überwachung von Applikationen und Geschäftsprozessen. Ob eine Applikation technisch verfügbar ist, ist eine notwendige, aber keine hinreichende Aussage. Entscheidend ist, ob die Prozesse laufen: ob Warenströme fließen, ob Bestellungen ihren Weg durch die gesamte Prozesskette finden, ob die Verknüpfung zwischen technischen Systemen und kommerziellen Abläufen an jedem Punkt intakt ist. Die Monitoring-Lösung macht genau das sichtbar. Entscheider sehen den Zustand ihrer Geschäftsprozesse. IT-Teams sehen die technische Ursache. Dieselbe Plattform, dieselben Daten, aber jede Ebene sieht, was sie braucht.

Als Monitoring-Core setzt OMD auf Naemon für traditionelle IT-Infrastruktur und auf das weitverbreitete Prometheus für cloud-native Umgebungen, visualisiert durch Grafana-Dashboards. Damit deckt die Plattform technologisch das gesamte Spektrum ab, von den Systemen in den Lagerhallen bis zu den Cloud-Diensten der Schwarz Digits. Hinzu kommt ein End-to-End-Monitoring für Webanwendungen, das ConSol auf Basis des Microsoft-Frameworks Playwright in OMD integriert hat. Webseiten und kritische Unternehmensanwendungen werden kontinuierlich aus Nutzerperspektive geprüft, auch von außen, mit bei ConSol gehosteten Sonden. Funktioniert ein Webshop nicht wie erwartet? Die Monitoring-Lösung erkennt es, bevor Kunden es tun.

Was diese Skalierung in der Praxis bedeutet, zeigen die aktuellen Zahlen: Über 300 OMD-Server überwachen täglich mehr als 900.000 Hosts und 8 Millionen Services, bei über zwei Milliarden Checks pro Tag.

Was das 
für das Business 
und den Betrieb 
bedeutet

Für die Entscheider bei der Schwarz Digits ist das Ergebnis klar: eine einzige, durchgängige Monitoring-Plattform für das gesamte Unternehmen, ohne Lizenzkosten, ohne Herstellerabhängigkeit und ohne Architekturbruch beim Wachstum. Die Lösung skalierte von einer Handvoll Lagerstandorte zu einem weltweiten Monitoring-Netzwerk, weil die Grundarchitektur von Anfang an richtig war.

Für die IT-Teams ist der Alltag ein anderer geworden: Störungen werden früher erkannt, Ursachen schneller gefunden. Das unternehmensweite SLA-Monitoring, die Event-Korrelation und eine integrierte Wissensdatenbank machen aus Einzelereignissen verwertbares Wissen. Und weil alle Erweiterungen, die ConSol für die Schwarz Digits entwickelt als Open Source in die Community zurückfließen, investiert die Schwarz Digits in eine Plattform, die von einer weltweiten Entwickler-Community weitergetragen wird.

Über zehn Jahre. Ein Handelsunternehmen, das sich global vervielfacht hat. Und eine Monitoring-Lösung, die das alles trägt. Das ist, was langjährige Partnerschaft und echte Expertise im Monitoring bewirken können.

Noch Fragen zum Monitoring-Projekt bei Schwarz Digits & unserer Expertise?

Lassen Sie uns sprechen!

Marc Mühlhoff

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